Lerntherapie im Studierzimmer

Individuelle Hilfe bei Lernschwierigkeiten

Viele Kinder und Jugendliche kämpfen mit Lernproblemen – ob beim Lesen, Schreiben, Rechnen oder beim Konzentrieren. In solchen Fällen reicht klassische Nachhilfe oft nicht aus, weil die Ursachen tiefer liegen.

Der integrativen Lerntherapie liegt ein pädagogisch-therapeutischer Ansatz zugrunde, der gezielt auf die persönlichen Stärken und Schwierigkeiten des Kindes eingeht.

Unser Ziel: Lernblockaden lösen, Selbstvertrauen stärken, Freude am Lernen zurückbringen.

Prüfsiegel IFLW
Prüfsiegel IFLW

Ablauf und Dauer der Lerntherapie

In einem Erstgespräch analysieren wir die individuelle Situation Ihres Kindes. Auf dieser Basis erstellen wir einen persönlichen Therapieplan.

Die Förderung findet wöchentlich statt.

Je nach Ausgangslage und Zielen dauert eine Lerntherapie in der Regel zwischen 1 und 2 Jahren.

Diagnostik

Eine medizinische Diagnose von Lese-Rechtschreib-Störung oder Rechenstörung darf in Deutschland nur von Ärzten oder Psychotherapeuten gestellt werden. Als qualifizierte Lerntherapeuten können wir jedoch mit wissenschaftlich anerkannten Testverfahren eine Lese-Rechtschreibschwäche oder Rechenschwäche feststellen und darauf aufbauend eine individuelle Förderung planen. So schaffen wir die bestmöglichen Voraussetzungen, damit jedes Kind seine Lernziele erreicht.

Kosten und Kostenübernahme

Wir bieten Lerntherapie als Einzel- und Gruppenförderung an (Kleingruppe mit 2–3 Kindern).

Die Kosten für eine wöchentliche Therapieeinheit (45 Minuten) betragen für die Einzelförderung 240 EUR und für die Gruppenförderung 140 EUR. Elterngespräche, Vor- und Nachbereitung der Therapieeinheiten, Materialien und die Therapieevaluationen sind in der Monatspauschale inkludiert.

In der Regel wird Lerntherapie von den Eltern als Selbstzahler finanziert. Unter bestimmten Umständen können die Kosten jedoch über das Jugendamt im Rahmen der Eingliederungshilfe (§ 35a SGB VIII) oder über das Bildungspaket „Bildung und Teilhabe“ ganz oder teilweise übernommen werden. Die Beantragung erfolgt über das zuständige Jugendamt, wobei eine entsprechende Diagnose und Nachweise erforderlich sind. Für viele Familien bleibt daher die private Finanzierung die bevorzugte und schnellste Lösung.

Info zur Gruppenförderung: Gruppenförderungen können immer dann starten, wenn mindestens zwei Kinder mit ähnlichen Lernschwierigkeiten und mit geringem Altersunterschied angemeldet sind.

Prüfsiegel IFLW

 

Platzanfragen für die Lerntherapie unter lerntherapie@studierzimmer.de

Sie erhalten dann vorab einen Fragebogen und wir können einen Termin für ein Kennenlerngespräch vereinbaren.

Lerntherapie ist unter anderem bei folgenden Lernschwierigkeiten empfehlenswert:

Lese-Rechtscheib-SchwächeKinder mit LRS haben auffällige Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und Schreibens, obwohl ihre allgemeine Intelligenz im Durchschnitt liegt. Typisch sind:

  • Langsames, oft stockendes Lesen
    Raten von Wörtern statt genauem Lesen
    Häufiges Auslassen, Vertauschen oder Hinzufügen von Buchstaben und Silben
  • Probleme beim Zusammenziehen einzelner Buchstaben zu Wörtern
  • Schwierigkeiten, neue oder längere Wörter zu erkennen und zu speichern
  • Erheblich mehr Rechtschreibfehler als Gleichaltrige, auch bei häufig geübten Wörtern
  • Unsicherheiten bei der Laut-Buchstaben-Zuordnung (Lautanalyse/-synthese fällt schwer: z.B. das Heraushören einzelner Laute in einem Wort oder das Zusammensetzen von Lauten zum vollständigen Wort)
  • Oft auch Vermeiden von Lese- und Schreibaufgaben, geringe Lesemotivation und schnelle Ermüdung beim Lesen
  • Mündlich können die Kinder sich meist besser ausdrücken als schriftlich

Die Ursachen liegen meistens in einer unzureichend entwickelten phonologischen Bewusstheit (also dem Herauslösen und Erkennen von Lauten im Wort), Gedächtnisproblemen für Sprache sowie manchmal auch in einer unterdurchschnittlichen Verarbeitungsgeschwindigkeit für Sprachinformationen.
Lerntherapie kann bei LRS helfen, indem sie gezielte Übungen zur Laut-Buchstaben-Zuordnung, Silben- und Wortanalyse sowie multisensorische Methoden einsetzt, um das Lesen und Schreiben Schritt für Schritt sicherer zu machen.

Lese-Rechtscheib-Schwäche

Kinder mit Dyskalkulie haben Schwierigkeiten beim Erwerb grundlegender Rechenfertigkeiten, unabhängig von der allgemeinen Intelligenz:

  • Große Probleme beim Zählen, Mengen erfassen und Vergleichen
  • Additions- und Subtraktionsaufgaben fallen schwer, oft werden „Fingerzählen“ oder andere Hilfsmittel genutzt, die Gleichaltrige längst nicht mehr brauchen
  • Verständnis für Zahlenräume und mathematische Zusammenhänge fehlt oder ist bruchstückhaft
  • Probleme beim Erkennen von Rechenoperationen in Textaufgaben
  • Häufige Zahlendreher oder Irrtümer bei Reihenfolgen
  • Schwierigkeiten bei der Anwendung von Rechenregeln und dem Auswendiglernen von Einmaleinsreihen
  • Alltagssituationen mit Zahlen (z.B. Uhrzeit, Geldbeträge, Messen, Schätzen) bereiten Probleme

Dadurch können sich auch Unsicherheiten und Angst vor Mathematik, ein geringes Selbstwertgefühl, geringe Motivation und manchmal sogar körperliche Symptome wie Bauchweh zeigen.

In der Lerntherapie werden Basiskonzepte für Zahlen, Mengen und Rechenwege mit anschaulichen Materialien, individuellen Strategien und viel Übung gestärkt, sodass Rechnen verständlicher und angstfreier wird.

Lese-Rechtscheib-Schwäche

Bei einer isolierten Rechtschreibschwäche bestehen die Hauptprobleme (bei meist unauffälliger Lesefähigkeit) vorrangig beim Schreiben:

  • Erhöhte Fehlerzahl beim Schreiben, auch in bekannten oder häufig geübten Wörtern
  • Häufig wechselnde Fehlerbilder beim gleichen Wort
  • Schwierigkeiten, orthografische Regeln anzuwenden (Groß-/Kleinschreibung, s-Laute, Dehnungs-/Doppelkonsonanten etc.)
  • Mangelnde Sicherheit beim Abschreiben und Diktaten
  • Handschrift wirkt oft unsicher und fehlerhaft

Die Kinder können Texte meist lesen, jedoch bleiben die Rechtschreibprobleme hartnäckig bestehen und führen oft dazu, dass schriftliche Arbeiten gemieden oder ungern erledigt werden.

Gezielte Rechtschreibförderung, Regeltraining und abwechslungsreiche Übungen (z.B. Silbentrennung, Merksätze, spielerisches Lernen) im Rahmen der Lerntherapie sorgen dafür, dass sich Kinder systematisch die wichtigsten Rechtschreibregeln aneignen.

Lese-Rechtscheib-Schwäche

Kinder und Jugendliche aus dem Autismus-Spektrum zeigen sehr unterschiedliche Ausprägungen, oft aber typische Herausforderungen beim schulischen Lernen:

  • Schwierigkeiten, sozial zu kommunizieren, Blickkontakt aufzubauen oder nonverbale Signale richtig zu deuten
  • Starke Routinebedürfnisse und besondere Interessen
  • Probleme, sich auf neue oder unstrukturierte Lernsituationen einzustellen
  • Schwierigkeiten bei Gruppenarbeits- oder Spielsituationen
  • Hohes Bedürfnis nach eindeutigen Regeln und klaren Strukturen
  • Häufig außergewöhnliche Detailgenauigkeit oder Spezialinteressen
  • Auffälligkeiten beim Verarbeiten von Sprache oder Reizen (sensibel bei Lärm, Licht, Berührungen)

Schulische und persönliche Erfolge sind häufig möglich, wenn die Lernumgebung, Materialien und Kommunikationswege individuell angepasst werden.

In der Lerntherapie schaffen wir eine strukturierte, sichere Lernumgebung, um individuelle Stärken zu fördern und soziale sowie kommunikative Kompetenzen sanft mitzuentwickeln.

Lese-Rechtscheib-Schwäche

Ein Kind mit Konzentrationsproblemen fällt oft durch folgende Punkte auf:

 

  • Geringe Aufmerksamkeitsspanne, leichte Ablenkbarkeit
  • Sprunghafte Ausführung von Aufgaben, Schwierigkeiten beim Durchhalten langer oder komplexer Tätigkeiten
  • Häuft Fehler durch Unachtsamkeit, vergisst Arbeitsaufträge
  • Schwierigkeiten, mit Aufgaben zu beginnen oder sie zu beenden
  • Oft impulsiv, unruhig oder zeigt motorische Unruhe
  • Leistungsabfall, vor allem bei längeren Schul- oder Hausaufgabenphasen

 

Die Ursachen für Konzentrationsprobleme können vielfältig sein (z.B. Stress, emotionale Belastungen, AD(H)S). Häufig zeigt sich, dass Kinder mit solchen Schwierigkeiten von einem ruhigen, strukturierten Förderumfeld mit klarer Zielsetzung und regelmäßiger Wiederholung profitieren. Mit klaren Routinen, entspannenden Achtsamkeitsübungen und gezielten Aufmerksamkeitstrainings hilft Lerntherapie dabei, die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern und Lernphasen sinnvoll zu strukturieren.

Lese-Rechtscheib-Schwäche

Kinder und Jugendliche mit AD(H)S zeigen deutliche Schwierigkeiten, ihre Aufmerksamkeit über längere Zeit aufrechtzuerhalten:

  • Leichte Ablenkbarkeit und rasche Zerstreutheit
  • Impulsives Verhalten, schnelle Reizreaktionen
  • Motorische Unruhe, Zappeln oder ständiger Bewegungsdrang
  • Probleme, Aufgaben zu Ende zu bringen oder Anweisungen zu folgen
  • Schwierigkeiten bei der Organisation und Planung von Aufgaben
  • Häufiges Vergessen von Materialien oder Terminen
  • Stimmungsschwankungen, Frustrationstoleranz ist oft gering
  • Besonders in der Schule zeigen sich häufig Leistungsabfälle trotz hoher Begabung

Eine Lerntherapie kann bei AD(H)S durch strukturierte, überschaubare Lernphasen, gezieltes Aufmerksamkeitstraining und Techniken zur Impulskontrolle helfen, die Selbststeuerung zu verbessern und die Konzentrationsfähigkeit zu steigern.

Lese-Rechtscheib-Schwäche

Kinder und Jugendliche mit einer Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) zeigen deutliche Schwierigkeiten, gehörte Informationen korrekt zu verarbeiten:

  • Schwierigkeiten, Sprache in lauter Umgebung zu verstehen
  • Häufiges Nachfragen bei Gesprächen (“Was?” oder “Wie bitte?”)
  • Probleme, ähnlich klingende Laute auseinanderzuhalten
  • Gestörte Schalllokalisation – Schwierigkeiten beim Richtungshören
  • Auffälligkeiten beim Merken und Wiedergeben von Gehörtem (z. B. Lieder, Gedichte, Anweisungen)
  • Auffällige Fehler beim Schreiben und Lesen, insbesondere beim Heraushören von Buchstaben oder Silben
  • Leichte Ablenkbarkeit durch Umgebungsgeräusche
  • Schwierigkeiten, mehrere Aufträge hintereinander umzusetzen
  • Verzögerte Sprachentwicklung und eingeschränkte phonologische Bewusstheit
  • Lese-Rechtschreibschwächen treten häufig zusammen mit AVWS auf
  • In der Schule oft Verständnis- und Lernprobleme, obwohl das Hörorgan selbst gesund ist

Eine gezielte Lerntherapie mit Hörtraining und Übungen zur Unterscheidung von Lauten kann Kindern und Jugendlichen mit AVWS helfen, ihre Hörverarbeitung zu verbessern, das Verstehen in Alltagssituationen zu erleichtern und schulisches Lernen gezielt zu unterstützen.